Das Weindorf Partenheim wurde seinerzeit von drei Freiherrn und Ihren Familien gegründet, den Freiherren von Wallbrunn, von Wambold und von Partenheim.

Erstmals wurde das mitten in Rheinhessen gelegene, ca. 25 km von der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz entfernte Örtchen 757 n. Chr. erwähnt. Grund war eine Schenkung von Weinbergen an das Kloster in Fulda. Damals hieß es jedoch noch „Pattenheim“, im Jahr 871 n. Chr. erscheint es als „Pathernesheim“ in den Chroniken um ab dem 12. Jahrhundert bereits als „Partinheim“ oder auch schon „Partenheim“ genannt zu werden.

Besitzer waren die Freiherren von Wallbrunn und von Wambold, die gemeinschaftlich ihre ursprünglich reich-ritterliche Herrschaft bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, als die Franzosen das linke Rheinufer besetzten, fortführen konnten.

Herrschaftssitz der von Wallbrunns war das Schloss Wallbrunn, das unterhalb der Wehrkirche angesiedelt wurde. Es wurde 1459 n. Chr. erbaut und soll früher einmal mit der Kirche durch unterirdische Gänge verbunden gewesen sein. Die Kirche wurde bereits 1190 n. Chr. erbaut und brannte 1435 n. Chr. ab. Nach ihrem Wiederaufbau wurde sie zum Wallfahrtsort für viele Gläubige, denn das Feuer hatte die Monstranz mit den Hostien verschont –nach dieser großen Zerstörung kam dies einem Wunder gleich! Die originalen, alten Glasfenster und der Altar der Kirche können in Darmstadt im Museum besichtig werden.

Die Freiherren von Wambold ließen sich unterhalb des Schlosses nieder. Ihr Herrschaftssitz, der sog. „Wambolder Hof“, ist heute das Pfarrhaus der Gemeinde.

Von 1467 bis 1790 n. Chr. waren die von Wallbrunns ununterbrochen Herrscher über Partenheim. In der Französischen Revolution wurde jedoch der Deutsche Adel vom linken Rheinufer vertrieben, und auch Partenheim fiel der französischen Besetzung zum Opfer.

Die Witwe des letzten Freiherren von Wallbrunn stellte sich jedoch mit der Herrschaft der Franzosen gut und konnte so das Anwesen und das Schloss retten. Sie starb 1832 im Alter von 82 Jahren, und auch ihr Sohn starb wenige Jahre später. Mit seinem Tod im Jahr 1838 starb die Familie aus, und so ging der Besitz an drei Partenheimer Bürger.

Die Familie Deutschmann kam durch einen Vorfahren, der Bürgermeister von Partenheim war, in den Besitz des östlichen Flügels des Schlosses. Das Gebäude ist im Carrée gebaut und verfügt in der Mitte über einen Lichthof. In allen Etagen gibt es drei Säle und ein großer Garten unterhalb des Schlosses gehört ebenfalls zum Grundstück. Der repräsentative Teil des Schlosses (die Ostfront, die auch immer abgebildet wird) sowie der Garten und ein Hof gehören zum Schlossgut Deutschmann. Die beiden anderen Teile sind im Besitz von zwei weiteren Partenheimer Bürgern, z.T. mit mittlerweile ausgebauten Stall- und Nebengebäuden.

Dies ist in kurzen Worten die Geschichte des Ortes und vom Schloss Wallbrunn, das ja schließlich das Herzstück des Weingutes und (mit der Kirche) auch des Ortes bildet.

 

Wir hoffen, Ihnen einen kleinen Einblick gegeben zu haben. Sollten Sie weitere Fragen haben, besuchen Sie uns doch einfach und verbinden dies mit einer kleinen Weinprobe in unserem Haus! Lassen Sie die Vergangenheit und den Charme dieses Gebäudes bei einem Glas Wein auf sich wirken und genießen Sie…